Wie wichtig ist Schlaf für die Gesundheit?

Wie wichtig ist Schlaf für die Gesundheit?

Inhalt des Artikels

Schlaf entscheidet maßgeblich über Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Die Bedeutung von Schlaf zeigt sich in körperlicher Regeneration, geistiger Leistungsfähigkeit und einem stabilen Immunsystem. Wer gesund schlafen kann, reduziert zudem langfristige Krankheitsrisiken.

In Deutschland berichten viele Menschen über Schlafprobleme, wie Studien der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin belegen. Schlaf und Gesundheit hängen eng zusammen; die wirtschaftlichen Folgen reichen von verringerter Produktivität bis zu steigenden Krankheitskosten.

Dieser Artikel erklärt die physiologischen Funktionen des Schlafs, zeigt empfohlene Schlafdauer und Schlafqualität und beleuchtet Folgen von Schlafmangel. Er behandelt auch Herz-Kreislauf- und Stoffwechselaspekte sowie das Immunsystem.

Zum Schluss bietet der Text praktische Tipps, Hinweise, wann ärztliche Hilfe ratsam ist, und eine Produktbewertung zu Matratzen, Kissen, Schlaftrackern und Lichttherapie, damit Leser konkret besser und gesünder schlafen können.

Wie wichtig ist Schlaf für die Gesundheit?

Schlaf ist keine passive Pause. Er bildet die Grundlage für körperliche und geistige Erneuerung und beeinflusst Alltag, Arbeit und langfristige Gesundheit. Kurze Nächte vermindern Leistungsfähigkeit und erhöhen das Risiko für Erkrankungen. Wer die Prozesse im Schlaf versteht, kann gezielt für mehr Regeneration sorgen.

Schlaf als Grundlage körperlicher Regeneration

Im Tiefschlaf erfolgen intensive Reparaturprozesse. Die NREM-Phasen fördern die Ausschüttung von Wachstumshormonen, die Muskelreparatur und die zelluläre Erneuerung unterstützen.

Forschungen zeigen, dass Regeneration im Schlaf Zellschäden vermindert und den Stoffwechsel stabilisiert. Sportler, Beschäftigte im Schichtdienst und ältere Menschen profitieren stark von erholsamen Tiefschlafphasen.

Schlaf und psychische Gesundheit: Stimmung, Stress und kognitive Leistung

Schlaf beeinflusst Lernleistung und Gedächtniskonsolidierung. Während REM- und NREM-Phasen werden Erinnerungen sortiert und Entscheidungsprozesse gefestigt.

Das Zusammenspiel von Schlaf und Gehirn erklärt, warum Reaktionszeiten und kreatives Denken bei Kurzschlaf leiden. Chronische Schlafstörungen senken die Stressresilienz und verschlechtern Stimmung.

Studien verbinden schlechten Schlaf mit erhöhtem Auftreten von Depressionen und Angststörungen. Wer Schlafpsychische Gesundheit stärkt, verbessert Konzentration und emotionale Stabilität.

Langfristige gesundheitliche Folgen von Schlafmangel

Länger andauernder Schlafmangel führt zu messbaren Gesundheitsrisiken. Epidemiologische Studien zeigen höhere Raten von Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes.

Schlafmangel Folgen umfassen Gewichtszunahme durch hormonelle Verschiebungen und ein geschwächtes Immunsystem. Ökonomische Analysen heben Kosten durch Leistungsabfall und Krankheitstage hervor.

Frühzeitige Optimierung des Schlafs wirkt präventiv und reduziert langfristig medizinische Belastungen. Das Verständnis für körperliche Regeneration und Schlafpsychische Gesundheit hilft bei gezielten Maßnahmen.

Empfohlene Schlafdauer und Qualität für Erwachsene

Richtwerte helfen beim Einschätzen, wie viel Schlaf die meisten Menschen brauchen. Für Erwachsene gelten 7–9 Stunden als empfohlene Schlafdauer nach Leitlinien der Gesundheitsbehörden. Jeder Mensch ist unterschiedlich; einige sind Kurzschläfer, andere benötigen länger Schlaf, um sich ausgeruht zu fühlen.

Unterschiede nach Lebensphase und Alltag

Schlaf nach Alter variiert von jungen Erwachsenen bis zu älteren Menschen. Jüngere Erwachsene tendieren zu mehr REM- und Tiefschlaf, ältere Menschen wachen häufiger nachts auf. Lebensstilfaktoren wie Schichtarbeit, Elternschaft, Stress oder chronische Erkrankungen beeinflussen den Bedarf stark.

Merkmale von erholsamem Schlaf

Erholsamer Schlaf zeigt sich durch kurzes Einschlafen, wenige Unterbrechungen und ein Gefühl von Frische am Morgen. Wichtige Zeichen sind ausreichender Tief- und REM-Schlaf sowie stabile Energie am Tag. Wer regelmäßig früh aufwacht oder tagsüber stark ermüdet, hat oft keine wirklich erholsame Nachtruhe.

Wie man Schlafdauer und -qualität misst

Es gibt mehrere Methoden, um Schlafqualität messen zu können. Ein Schlaftagebuch ist simpel und zeigt Muster über Wochen. Aktigraphie liefert Bewegungssignale zur Schätzung von Schlafzeit. Kommerzielle Schlaftracker wie Fitbit, Apple Watch oder Withings bieten bequeme Langzeitdaten, sind aber weniger präzise bei Schlafphasen.

Polysomnographie im Schlaflabor bleibt der Goldstandard für detaillierte Messungen. Für den Alltag sind Schlaftracker nützlich, um Trends zu erkennen und das eigene Schlafverhalten zu verbessern.

Praktische Hinweise zur Selbstbeobachtung

  • Messe mindestens zwei bis vier Wochen, um verlässliche Muster zu sehen.
  • Protokolliere Bettzeit, Einschlafdauer, Aufwachzeiten, Nickerchen und Koffeinkonsum.
  • Vergleiche subjektives Befinden mit objektiven Daten, um echten erholsamen Schlaf zu erkennen.

Auswirkungen von Schlaf auf Herz-Kreislauf- und Stoffwechselgesundheit

Guter Schlaf spielt eine zentrale Rolle für das Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel. Diese Passage erklärt, wie nächtliche Erholung biologische Abläufe steuert und warum gestörter Schlaf die Risiken für Herzkrankheiten und Stoffwechselstörungen erhöht.

Schlaf und Blutdruckregulation

Während normaler Nachtruhe sinkt der Blutdruck in einem Vorgang, der als dipping bezeichnet wird. Fehlt dieses Absenken, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für anhaltenden Bluthochdruck.

Bei Schlafapnoe kommt es oft zu wiederholten Atemaussetzern. Diese Ereignisse stören das dipping und fördern nachts wie tagsüber erhöhten Druck in den Gefäßen. Ärztinnen und Ärzte beobachten deshalb enge Verknüpfungen zwischen Schlaf Blutdruck und langfristigem kardiovaskulärem Risiko.

Schlafmangel und Risiko für Diabetes sowie Gewichtszunahme

Unzureichender Schlaf verändert Hungerhormone wie Leptin und Ghrelin. Das steigert Appetit und fördert kalorienreiche Nahrungsauswahl.

Gleichzeitig führt Schlafentzug zu einer verminderten Insulinsensitivität. Studien zeigen, dass diese Mechanismen das Schlaf Diabetes Risiko erhöhen und langfristig zur Gewichtszunahme beitragen.

Studienlage: Zusammenhang zwischen Schlaf und Herzinfarkt/Schlaganfall

Epidemiologische Untersuchungen verknüpfen kurze und sehr lange Schlafdauer mit erhöhten Raten für akute Herzereignisse. Sowohl Myokardinfarkt als auch Schlaganfall treten häufiger bei Menschen mit gestörtem Schlaf auf.

Schlafapnoe gilt als klarer Risikofaktor für Schlaf Herzinfarkt und Schlaf Schlaganfall. Die Behandlung mit CPAP verbessert bei vielen Patientinnen und Patienten kardiovaskuläre Messwerte und reduziert nächtliche Belastungen.

In der klinischen Praxis lohnt es sich, Schlafprobleme systematisch bei Personen mit Bluthochdruck, Diabetes oder bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erfragen. Bei Auffälligkeiten empfiehlt sich eine diagnostische Abklärung, um Therapien gezielt zu planen.

Schlaf, Immunsystem und Entzündungsprozesse

Guter Schlaf wirkt wie ein unsichtbarer Helfer für das Immunsystem. Während der Nachtruhe laufen Reparaturmechanismen ab, die die Immunantwort stärken und die Basis für eine effektive Abwehr gegen Erreger legen. Die Schlafinteraktion Immunantwort zeigt, wie Ruhephasen das Zusammenspiel von angeborener und adaptiver Immunität fördern.

Wie Schlaf die Immunabwehr stärkt

Im Schlaf reifen Immunzellen und speichern Gedächtnisinformationen, ähnlich wie das Gehirn Erinnerungen festigt. Studien belegen, dass Menschen nach ausreichendem Schlaf bessere Antikörperantworten auf Impfstoffe entwickeln. Dies macht Schlaf zu einem wichtigen Baustein bei Impfprävention und zur Unterstützung von Risikogruppen wie älteren Menschen oder Patienten mit Immunsuppression.

Schlafentzug und chronische Entzündungsmarker

Kurzfristiger Schlafverlust führt zu messbaren Veränderungen in Entzündungsmarkern. Chronischer Mangel erhöht Werte wie CRP und bestimmte Interleukine, was in der Folge eine low-grade inflammation fördern kann. Diese andauernde Entzündung steht im Verdacht, das Risiko für Herz-Kreislauf- sowie Stoffwechselerkrankungen zu steigern.

Praktische Beispiele: Schlaf und Erkältungsverlauf

Es gibt konkrete Daten, die zeigen, dass schlechte Nachtruhe vor oder nach Kontakt mit Erkältungsviren die Wahrscheinlichkeit einer Krankheit erhöht. Ausreichender Schlaf reduziert das Risiko, nach Exposition symptombildend zu werden, und kann den Verlauf abmildern. Solche Befunde untermauern den Nutzen von Schlafoptimierung als Ergänzung zu hygienischen Maßnahmen und Impfungen.

Handlungsempfehlungen

  • Vor Impfungen auf regelmäßigen Schlaf achten, um die Impfansprechbarkeit zu verbessern.
  • Bei chronischem Schlafmangel Entzündungsmarker ärztlich prüfen lassen.
  • Risikogruppen gezielt Schlafhygiene nahelegen, um die Schlafinteraktion Immunantwort positiv zu nutzen.

Praktische Tipps zur Verbesserung des Schlafs

Gute Gewohnheiten helfen, Schlaf verbessern zu erreichen. Kleine Anpassungen im Alltag führen oft zu spürbar besserer Nachtruhe. Im Folgenden stehen konkrete Maßnahmen, Produktvorschläge und Hinweise, die leicht umzusetzen sind.

Schlaffördernde Routinen und Schlafhygiene

Feste Betzeiten signalisieren dem Körper, wann er in den Ruhemodus wechseln soll. Ein kurzes Abendritual wie Lesen oder eine warme Dusche beruhigt. Das Schlafzimmer sollte dunkel, ruhig und kühl sein; 16–19 °C gelten als optimal.

Schlafhygiene Tipps umfassen das Vermeiden von Alkohol und Nikotin vor dem Zubettgehen sowie das Abschalten von hellen Lampen. Bei nächtlichem Grübeln hilft eine geplante „Sorgenzeit“ am frühen Abend. Schreibübungen und einfache Atemtechniken reduzieren Stress vor dem Schlaf.

Ernährung, Bewegung und Bildschirmzeit vor dem Schlaf

Koffein wirkt lange und kann Schlaf stören. Leichte Kost zwei bis drei Stunden vor dem Schlaf ist empfehlenswert. Der Zusammenhang von Ernährung und Schlaf zeigt, dass schwere Mahlzeiten spät am Abend die Schlafqualität mindern.

Regelmäßige Bewegung fördert erholsamen Schlaf, sofern sie nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen stattfindet. Geräte mit blauem Licht sollten abends reduziert werden; Bildschirmfilter oder der Abendmodus mindern Störungen.

Hilfsmittel und Produkte zur Schlafverbesserung

  • Matratzenwahl: Auf Härtegrad, Anpassungsfähigkeit und Material achten. Kaltschaum, Taschenfederkern und Latex haben unterschiedliche Vorzüge. Marken wie Tempur, Schlaraffia und Emma bieten Testphasen und Rückgaberechte, die beim Kauf helfen. Eine passende Matratze Schlaf beeinflusst Komfort und Rückengesundheit.
  • Kissen: Für Rücken- und Seitenschläfer andere Formen wählen als für Bauchschläfer. Memory-Foam, Daunen oder Mikrofasern unterscheiden sich in Stützung und Schlafklima. Allergiker finden passende, zertifizierte Alternativen.
  • Schlaftracker: Geräte von Fitbit, Apple Watch, Withings oder Oura Ring messen Schlafdauer, Schlafphasen und Herzfrequenzvariabilität. Ein guter Schlaftracker Test zeigt, dass Genauigkeit und Datenschutz variieren. Tracker sind hilfreich, um Verhalten zu beobachten, ersetzen aber keine medizinische Diagnose.
  • Weitere Hilfen: Verdunkelungsvorhänge, Weißrausch-Generatoren und Lichtwecker verbessern oft das Einschlafen oder Aufwachen. Blaulichtfilterbrillen reduzieren Störungen durch Bildschirme.

Kauf- und Anwendungstipps

Probeschlafen und Rückgabefristen bieten Sicherheit beim Matratzenkauf. Vor dem Kauf eines Schlaftrackers empfiehlt sich das Lesen unabhängiger Tests und das Prüfen von Datenschutzrichtlinien. Bei Verdacht auf Schlafapnoe oder starken Tagesmüdigkeit ist eine fachärztliche Abklärung sinnvoll.

Wann ärztliche Hilfe sinnvoll ist und Produktbewertung für Schlafprobleme

Anhaltende Schlafstörungen über drei Monate, starke Tagesmüdigkeit oder wiederholtes Schnarchen mit kurzen Atemaussetzern sind klare Hinweise, dass ärztliche Hilfe Schlaf erforderlich ist. Wer nachts erstickt, Einschlaf- und Durchschlafprobleme hat oder durch Müdigkeit das Unfallrisiko erhöht sieht, sollte einen Hausarzt oder eine schlafmedizinische Einrichtung aufsuchen. Auch depressive Symptome oder deutlich eingeschränkte Lebensqualität rechtfertigen eine Abklärung durch einen Schlafstörung Arzt.

Zur Diagnostik kommen ambulante Polygrafie, stationäre Polysomnographie und Aktigraphie in Betracht; bei Verdacht auf Schlafapnoe ist Schlafapnoe Diagnostik essenziell. Kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie (CBT-I) gilt als wirksame, evidenzbasierte Therapieoption. Bei obstruktiver Schlafapnoe sind CPAP-Geräte oft die Standardtherapie, medikamentöse Ansätze und Lichttherapie können ergänzend sinnvoll sein. Jede Therapie hat Vor- und Nachteile, deshalb sollten Nutzen und Nebenwirkungen gemeinsam mit Fachärzten abgewogen werden.

Bei Produktbewertung Matratze Kissen Schlaftracker empfiehlt sich ein klarer Bewertungsrahmen: Wirksamkeit, Komfort, Haltbarkeit, Preis-Leistung, Nutzerfreundlichkeit und Evidenzbasierung. Matratzen werden unter Aspekten wie Druckentlastung und Rückgabemöglichkeiten beurteilt; für Seitenschläfer mit Schulterproblemen ist eine Memory-Foam-Matratze oft empfehlenswert. Kissen sollten Ergonomie und Materialqualität liefern. Schlaftracker wie Oura Ring oder Withings bieten Trenddaten; bei Auswahl ist Genauigkeit, App-Funktionalität und Datenschutz zu prüfen.

Für deutsche Verbraucher gilt: CPAP nur nach gesicherter Diagnostik, Schlaftracker für Trendbeobachtung, gezielte Matratzen- oder Kissenwahl je nach Liegekomfort. Wer unsicher ist, holt ärztlichen Rat ein und nutzt Produktbewertungen als Entscheidungsgrundlage. Schlaf ist ein zentraler Gesundheitsfaktor und verdient seriöse Abklärung sowie evidenzbasierte Hilfsmittel.

FAQ

Wie wichtig ist Schlaf für die Gesundheit?

Schlaf gilt als grundlegender Gesundheitsfaktor. Er unterstützt körperliche Regeneration, Hormon- und Zellreparatur sowie die Erholung des Nervensystems. Wer regelmäßig ausreichend qualitativ guten Schlaf hat, profitiert von besserer mentaler Leistungsfähigkeit, stabilerem Immunsystem und verringertem Risiko für chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In Deutschland zeigen Studien der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin eine hohe Prävalenz von Schlafproblemen mit beträchtlichen wirtschaftlichen Folgen durch verringerte Produktivität.

Welche Schlafphasen gibt es und warum sind sie wichtig?

Schlaf gliedert sich in NREM- und REM-Phasen. Tiefschlaf (Slow-Wave-Sleep) ist entscheidend für körperliche Reparatur, Ausschüttung von Wachstumshormonen und Muskelregeneration. REM-Schlaf fördert die Gedächtniskonsolidierung und emotionale Verarbeitung. Ein ausgewogener Anteil beider Phasen ist wichtig für körperliche Erholung, Lernfähigkeit und Stimmung.

Wie viel Schlaf brauchen Erwachsene idealerweise?

Für die meisten Erwachsenen empfehlen nationale und internationale Leitlinien 7–9 Stunden Schlaf pro Nacht. Individuelle Unterschiede existieren: Manche kommen mit 6 Stunden aus, andere benötigen 9 Stunden. Wichtiger als die exakte Stundenanzahl ist die Qualität des Schlafs und das morgendliche Erholungsgefühl.

Woran erkennt man erholsamen Schlaf?

Erholsamer Schlaf zeichnet sich durch kurzes Einschlafen, wenige nächtliche Wachphasen, einen ausreichenden Anteil an Tief- und REM-Schlaf sowie morgendliche Frische und stabile Tagesenergie aus. Wenn jemand tagsüber häufig müde ist oder die Konzentration stark leidet, deutet das auf schlechte Schlafqualität hin.

Wie kann man Schlafdauer und -qualität zuverlässig messen?

Die klinische Goldstandard-Messung ist die Polysomnographie (PSG) im Schlaflabor. Für den Alltag eignen sich Schlaftagebücher und Aktigraphie. Consumer-Tracker wie Fitbit, Apple Watch, Oura Ring oder Withings liefern praktische Trenddaten zu Schlafdauer, Herzfrequenz und Nächtlichen Bewegungen, sind aber weniger genau bei der Bestimmung konkreter Schlafphasen.

Welche Auswirkungen hat Schlafmangel auf Herz-Kreislauf und Stoffwechsel?

Chronischer Schlafmangel ist mit gestörter nächtlicher Blutdrucksenkung (fehlendes Dipping), erhöhter Insulinresistenz, veränderten Hungerhormonen (Leptin, Ghrelin) und damit mit höherem Risiko für Bluthochdruck, Typ‑2‑Diabetes und Gewichtszunahme verknüpft. Epidemiologische Studien zeigen auch ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall bei kurzer oder sehr langer Schlafdauer. Schlafapnoe ist ein besonders relevanter Risikofaktor.

Wie beeinflusst Schlaf das Immunsystem?

Guter Schlaf stärkt sowohl angeborene als auch adaptive Immunantworten. In Studien führte ausreichender Schlaf zu besserer Antikörperbildung nach Impfungen und zu geringerer Infektionsanfälligkeit. Chronischer Schlafmangel geht mit erhöhten Entzündungsmarkern (z. B. CRP, Interleukine) einher und kann die Immunantwort schwächen.

Welche praktischen Maßnahmen verbessern die Schlafqualität?

Bewährte Maßnahmen sind feste Schlaf-Wach-Zeiten, entspannende Abendrituale (Lesen, warme Dusche), ein kühles, dunkles Schlafzimmer (16–19 °C) und Verzicht auf Alkohol oder Nikotin vor dem Schlaf. Koffein spät am Tag vermeiden, regelmäßige körperliche Aktivität (nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen) und Reduktion von Bildschirmlicht durch Abendmodus oder Blaulichtfilter helfen ebenfalls.

Welche Produkte können beim Schlafen unterstützen?

Hilfreiche Produktkategorien sind Matratzen (Kaltschaum, Taschenfederkern, Latex; Markenbeispiele: Tempur, Schlaraffia, Emma), passende Kissen (Memory-Foam, Daunen, allergikerfreundliche Varianten), Schlaftracker (Oura Ring, Withings, Fitbit, Apple Watch) sowie Verdunkelungsvorhänge, Weißrauschgeneratoren und Lichtwecker. Consumer-Tracker eignen sich zur Trendbeobachtung, während Matratzen- oder Kissenwahl stark von Schlafposition und Beschwerden abhängt.

Worauf sollte man beim Kauf von Matratzen, Kissen und Trackern achten?

Bei Matratzen zählen Komfort, Druckentlastung, Haltbarkeit und Rückgaberechte. Seitenschläfer profitieren oft von anpassungsfähigen Memory‑Foam- oder punktelastischen Modellen. Kissen sollten nach Schlafposition gewählt werden. Bei Trackern sind Messgenauigkeit, App-Funktionalität und Datenschutz wichtig. Empfehlenswert sind Probeschlafzeiten und Rückgabemöglichkeiten.

Wann sollte man ärztliche Hilfe bei Schlafproblemen suchen?

Ärztliche Abklärung ist ratsam bei anhaltender Insomnie (länger als drei Monate), starker Tagesmüdigkeit, lautem Schnarchen mit Atemaussetzern, nächtlichen Erstickungsgefühlen, erhöhtem Unfallrisiko oder ausgeprägten depressiven Symptomen. Hausärzte, Schlafmedizinische Zentren oder spezialisierte Kliniken können weiterhelfen.

Welche diagnostischen und therapeutischen Optionen gibt es bei schwerwiegenden Schlafstörungen?

Diagnostisch kommen ambulante Polygrafie oder stationäre Polysomnographie und Aktigraphie zum Einsatz. Therapeutisch gehören CPAP-Therapie bei obstruktiver Schlafapnoe, kognitive Verhaltenstherapie bei chronischer Insomnie (CBT‑I) als Erstlinientherapie, medikamentöse Optionen sowie Lichttherapie bei zirkadianen Störungen. Jede Therapie hat Vor- und Nachteile und sollte individuell abgestimmt werden.

Kann Schlafoptimierung Krankheiten vorbeugen und Kosten sparen?

Ja. Frühzeitige Verbesserung von Schlafgewohnheiten kann präventiv wirken und langfristig das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Bessere Schlafqualität führt außerdem zu höherer Produktivität und geringeren Gesundheitskosten, weshalb präventive Maßnahmen sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich sinnvoll sind.

Welche Rolle spielen Schlaftracker und Apps in der Therapie und Selbstoptimierung?

Sleep-Tracker liefern nützliche Verlaufsdaten und können Verhaltensänderungen motivieren. Für klinische Diagnosen sind sie jedoch kein Ersatz für PSG. Apps und Tracker können Biofeedback, Schlafprotokolle und Hinweise auf Schlafhygiene bieten. Datenschutz, Validität der Algorithmen und realistische Erwartungen sind bei der Nutzung zu beachten.

Welche speziellen Empfehlungen gelten für Risikogruppen wie ältere Menschen oder Patienten mit Autoimmunerkrankungen?

Risikogruppen profitieren besonders von optimiertem Schlaf. Bei älteren Menschen ist auf Schlafarchitektur und mögliche Medikamentennebenwirkungen zu achten. Menschen mit Autoimmunerkrankungen sollten Schlafprobleme aktiv ansprechen, da guter Schlaf die Immunantwort und die Entzündungslage positiv beeinflusst.

Wie lange sollte man Schlafdaten protokollieren, um sinnvoll zu analysieren?

Für aussagekräftige Trends empfiehlt sich ein Protokoll über mindestens zwei bis vier Wochen. Wichtig ist die Konsistenz: Bettzeiten, Weckzeiten, Nickerchen, Koffein- und Alkoholkonsum sowie subjektive Schlafqualität sollten dokumentiert werden. So lassen sich Muster und Auslöser zuverlässig erkennen.

Welche weiteren Quellen für vertiefende Informationen werden empfohlen?

Für fundierte Informationen eignen sich die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), Fachliteratur aus Schlafmedizin-Fachzeitschriften sowie Leitlinien von Fachgesellschaften. Bei konkreten Beschwerden ist der Hausarzt oder ein Schlafzentrum die richtige Anlaufstelle.
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